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Gesund

Heilen mit Klang und Rhythmus Nach einem Schlaganfall

    
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VIELVERSPRECHEND NACH EINEM SCHLAGANFALL

In der Musiktherapie können Patienten kommunizieren und inneres Erleben ausdrücken, ohne zu reden. Sie eignet sich daher ideal zur Begleitung Schwerkranker und bei Altersbeschwerden. Ob Ältere geistig abbauen, kontaktscheu oder unruhig sind – in Seniorenheimen setzt man vermehrt auf Musiktherapie, um die Lebensqualität der Bewohner zu verbessern.

Besonders hilfreich kann der gezielte Einsatz von Musik sein, wenn man Fähigkeiten verloren hat, die einem früher selbstverständlich waren. Beim „Musikunterstützten Training“ (MUT), das die Hochschule für Musik und Theater Hannover und die Universität Magdeburg gemeinsam entwickelt haben, machen Schlaganfall-Patienten aktiv Musik. Zunächst lernen sie, einfache Rhythmen zu trommeln. Später üben sie Melodien am Keyboard. So gewinnen sie langsam wieder Kontrolle über gelähmte Arme und Finger. Zusätzlich singen sie Lieder. Dabei üben sie ganz spielerisch das Bilden von Lauten. An einer Gruppe von über 70 Patienten wurde die x Methode getestet. Eine Vergleichsgruppe erhielt die konventionelle Krankengymnastik und Ergotherapie. Die Übungen an Klavier und Trommeln erzielten deutlich bessere Heilungseffekte als die üblichen Reha-Methoden. Die MUT-Methode soll nun in Reha-Einrichtungen in ganz Deutschland etabliert werden. Der große Vorteil: Jedes Gehirn reagiert auf diese Behandlung. „Musik spricht unterschiedlichste Hirnareale an und lässt sie zusammenspielen“, erklärt die Psychologin und Musikpädagogin Dr. Sabine Schneider, die die MUTMethode mitentwickelt hat.

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Schlagworte
Alternativmedizin | Gesund | Heilung | Musik | Therapie
Autor
Uta König
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