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Rezepte

Freitag, 19. Januar 2018 - 8:03

Naschen Zuckerwatte selber machen

rosa Zuckerwatte selber machen

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Kitchen Girl Heidi
Heidi

Heidi arbeitet in der FÜR SIE Onlineredaktion. Sie probiert gerne neue Trends aus und ist immer auf der Suche nach dem Besonderen. Ihr Motto: Man nehme eine große Menge Schokolade und der Rest ergibt sich von selbst.

Zuckerwatte - du rosa Heldin meiner Jugend! Ich will nicht mehr auf die nächste Kirmes warten! Ich will dich jederzeit, überall und bei jedem Wetter! Denn du bist nicht nur lecker und wunderschön, sondern auch ein gern gesehenes Instagram-Accessoire (#cottoncandy). Es soll sogar Leute geben, die nur für ein Foto mit rosa Zuckerwatte (und die Betonung liegt auf ROSA) auf den Jahrmarkt gehen. Ich kann's total verstehen. Die kleinen rosa Zuckerwolken machen halt auch echt was her und das schon ein paar Jahrhunderte.

Wer hat Zuckerwatte erfunden?

Der gesponnene Zucker ist so alt, dass gar kein genauer Zeitpunkt für die Erfindung bekannt ist. Sogar schon in den Kochbüchern des 16. und 17. Jahrhunderts finden sich Rezepte. Die erste Zuckerwattemaschine (oder auch Candy Floss Maker) hingegen wurde erst 1897 von William J. Morrison und John C. Wharton in Nashville erfunden und zum Patent angemeldet. Seitdem erfreut sie die Besucher jeder Kirmes oder die Gäste zum Kindergeburtstag.

Wie kann man Zuckerwatte selber machen?

Es gibt zwei Möglichkeiten: von Hand mit einem Schneebesen oder mit einer Zuckerwattemaschine. Die von Hand gezogene Variante ist etwas aufwendiger und die Fäden sind ein bisschen dicker, aber das schadet dem Geschmack nicht.

Anleitung: Zuckerwatte ohne Zuckerwattemaschine herstellen

Zutaten:

Hilfsmittel:

Zubereitung:

  1. Alle Zutaten in einem großen Topf verrühren und bei mittlerer Hitze unter Rühren langsam erwärmen. Wenn sich dabei am Rand des Topfes Wasser sammelt, vorsichtig mit dem Küchentuch abtupfen.
  2.  Sobald es zu einer klebrigen Masse wird, kann das Zuckerthermometer am Rand des Topfes angebracht werden und die Temperatur erhöht. Wenn die Masse auf 160 Grad erhitzt ist, kann es losgehen.
  3. Jetzt den Schneebesen in die Masse tauchen und diesen über dem ausgelegten Backpapier in der Luft hin und her bewegen. Schwingen, Kreiseln, Drehen, Wackeln...bis kleine dünne Zuckerfäden ein Netz bilden. Seid vorsichtig, denn von heißem Zucker kann man sich schnell Verbrennungen holen!
  4. Das Netz wird dann schnell mit dem Holzstab aufgewickelt. Fertig!

Topf und Rührbesen bekommt ihr übrigens ganz leicht sauber, indem ihr sie in Wasser liegen lasst, bis der Zucker aufgelöst ist.

Zuckerwattemaschine

Unsere Lieblings-Zuckerwattemaschine könnt ihr hier bestellen.

Wie funktioniert eine Zuckerwattemaschine?

Etwas einfacher ist es mit einer Zuckerwattemaschine. Die spart euch das Rühren und Wackeln, denn der Zucker wird einfach an der Heizwendel in der Mitte auf 150 Grad erhitzt und verflüssigt. Danach wird er mit Hilfe von Zentrifugalkraft in an den Rand geschleudert und so gesponnen. So werden die Fäden weich wie Watte.

Wie kann man eine Zuckerwattemaschine selber bauen?

Oh ja, richtig gelesen. Das geht! Ich war auch ganz baff, aber es ist supereinfach. Und ihr braucht lediglich ein paar Haushaltsgegenstände, nämlich:

 Bauanleitung:

  1. Hämmert mit Nagel und Hammer ganz viele kleine Löcher in den schmalen Rand des Deckels. Je kleiner die Löcher, desto feiner die Zuckerwatte.
  2. Um die Verletzungsgefahr zu vermeiden, könnt ihr den äußeren Rand des Deckels mit Schleifpapier glätten.
  3. Bohrt ein Loch in die Mitte des Schraubdeckels, so groß, dass der Stab eures Gerätes durchpasst. Steckt den Deckel auf die Gerätespitze und befestigt ihn so, dass die Innenseite des Deckels nach oben zeigt.
  4. Klebt den Anschalter so fest, dass das Gerät immer an ist und zieht den Stecker (ihr kommt später nicht mehr an den Knopf).
  5. Schneidet ein Loch in euren Karton, legt das präparierte Gerät hinein und zieht das Kabel durch das Loch raus.
  6. Deckt den unteren Teil des Gerätes ab. Entweder mit einer aufgeschnittenen PET-Flasche oder Folie, damit es nicht vom Zucker verklebt.
  7. Wenn ihr das Gerät anschaltet und den flüssigen Zucker langsam und vorsichtig auf die Deckelmitte gebt, werden nun Zuckerwattefäden an den Rand des Gefäßes geschleudert wie bei einer herkömmlichen Zuckerwattemaschine.

Welcher Zucker ist für Zuckerwatte geeignet?

Ihr könnt einfachen Haushaltszucker verwenden, aber es geht auch mit Isomalt oder Ahornsirup.

Wie bekommt Zuckerwatte Geschmack und Farbe hin?

Wenn ihr nur möchtet, dass das Ganze etwas karamelliger schmeckt, müsst ihr den Zucker lediglich ein bisschen länger erhitzen, bevor ihr die Fäden zieht.

Für jeden anderen Geschmack könnt ihr Aroma, Extrakt oder Sirup dazugeben. Das bekommt man in jedem Supermarkt. Da die Sachen meist flüssig sind, solltet ihr nur wenige Tropfen mit dem Zucker mischen, denn mit zu viel Feuchtigkeit wird er nicht mehr so gut fest und das Ganze wird eher klebrig als wattig. Wenn ihr auf Nummer sicher gehen wollt, nehmt einfach fertig aromatisierte Zuckersorten oder Zuckerwattezbereitung.

Für die Farbe eignet sich die gelartige Lebensmittelfarbe am besten, denn wir wollen ja so wenig Flüssigkeit hinzufügen, wie möglich. Wenn ihr nur flüssige Farbe bekommen habt, geht das aber auch. Lasst dafür einfach die gleiche Menge an Wasser im Rezept weg.

Sowohl Farbe als auch Aroma können vor dem Erhitzen direkt in den trockenen Zucker gemischt werden.

Rezept für rosa Zuckerwatte aus der Zuckerwattemaschine

 Zutaten für eine Person:

Zubereitung von Zuckerwatte:

  1. Zuckerwattemaschine anschalten und erhitzen lassen, in der Zwischenzeit die Zutaten in einer Schüssel mischen.
  2. Wenn die Maschine bereit ist, kann der Zucker eingefüllt werden. Messt die einzufüllende Menge besser mit dem beigelegten Messlöffel ab, falls eure Maschine eventuell kleiner ist als üblich. Je nach Modell muss diese für das Einfüllen des Zuckers kurz ausgeschaltet oder zumindest gestoppt werden und dann wieder eingeschaltet.
  3. Dann eine Weile warten und sobald die ersten Fäden aus dem Heizelement kommen, können sie mit dem Stäbchen aufgefangen werden. Damit sie schön oval wird: fahrt mit dem Stäbchen am besten ein mal um die Heizspule und fangt die ersten Fäden auf. Haltet es danach waagerecht über der Spule und dreht die Zuckerwatte auf.

Das Ergebnis: kostliche rosa Wölkchen. Süßes Genießen wünschen wir euch!

Wie bewahre ich Zuckerwatte auf und wie lange ist sie haltbar?

Zuckerwatte sollte UNBEDINGT trocken und luftdicht verschlossen gelagert werden - egal ob gekauft oder selbst gemacht. Am Besten ihr stellt sie schon in einem warmen trockenen Raum her und verschließt sie gleich danach in luftdichte Tüten oder Frischhaltedosen. Denn der Zucker verbindet sich liebend gern mit jeder Feuchtigkeit (deshalb schmilzt sie auch so schön im Mund) und die gibt es eben auch in der Luft. Wenn ihr etwas damit dekoriert, tut die Watte erst ganz zum Schluss drauf, sonst bekommt sie dunkle Stellen, da wo's feucht wurde. An der Haltbarkeit ändert sich damit nichts. Da sie fast nur aus Zucker besteht, hält sie gut mehrere Monate.

Rezeptideen: Was kann man mit Zuckerwatte machen?

Am Stiel kennt sie jeder, aber wenn ihr das seht, werdet ihr ausrasten! Wie wäre es mit echten Hingucker-Cocktails wie unseren Cotton Candy Champagne? Den kann man super einfach zubereiten. Wir finden sie auch auf Cupcakes und Kuchen superschick, so wie bei unserer mega Süßigkeitentorte oder der Bubblegum-Torte. Das wir nur noch getoppt von einer Eiswaffel wie im Milk Train Café in London oder einem Eis-Burrito (beides siehe unten)? Noch mehr Eis-Trends erfahrt ihr übrigens in unserem Eis-Special.

 

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Cocktail mit Zuckerwatte in Rosa
Wollt ihr noch mehr? Kein Problem! "Wie kann man Süßigkeiten selber machen?" haben wir uns ja schon häufiger gefragt euch schon viele Rezepte entwickelt, wie:

Wir haben übrigens auch einen Käsekuchen, der die Konsistenz von Zuckerwatte hat, aber eigentlich aus Schokolade besteht. Schaut euch mal diesen Japanischen Käsekuchen an!

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