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Gesundheit Das Zika-Virus

Das müssen Sie über den Zika-Virus wissen
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Was ist das Zika-Virus?

Das Zika-Virus wird meist von Mücken übertragen, hauptsächlich wohl von Gelbfiebermücken. Momentan verbreitet es sich besonders stark in Mittel- und Südamerika, dort soll es laut dem Robert Koch-Institut in aktuell mehr als 40 Ländern verbreitet sein. Aber auch im tropischen Afrika, in Asien und den Inseln des Pazifischen Ozeans wird von Zika-Virus-Infektionen berichtet. Dabei ist das Virus keineswegs ein neues Phänomen: 1947 wurde es erstmals bei einem Affen im Zikawald in Uganda isoliert. Daher hat es auch seinen Namen.

Welche Symptome weisen auf das Virus hin?

Das Virus wird als mild im Verlauf beschrieben. Nur ein Viertel der Betroffenen bemerkt die Krankheit überhaupt. Sollten Symptome auftreten, passiert das meist drei bis zwölf Tage nach dem infektiösen Mückenstich. Dann halten die Symptome wie Kopf-, Gelenk- und Muskelschmerzen, Hautausschlag, Fieber oder auch eine Bindehautentzündung bis zu einer Woche an.

Ist das Zika-Virus gefährlich?

Pfeiffersches Drüsenfieber
Pfeiffersches Drüsenfieber
Für einen gesunden Menschen hat das Zika-Virus nach derzeitigem Kenntnisstand keine schweren Auswirkungen. Wenn überhaupt, treten die oben genannten Symptome auf. Tödlich hat der Virus bislang nur bei Menschen geendet, die bereits unter einer schweren Vorerkrankung litten. Auch bei Kindern konnte kein besonders schwerer Verlauf der Krankheit festgestellt werden. Gefährlich ist das Virus nur für Schwangere: Bei ungeborenen Kindern kann das Virus eine Schädelfehlbildung verursachen, die sogenannte Mikrozephalie. Besonders, wenn sich die Mutter in den ersten drei Schwangerschaftsmonaten mit dem Virus infiziert, ist eine Fehlbildung des Fötus wahrscheinlich. Dabei kommen die Kinder mit einem besonders kleinen Kopf auf die Welt, auch das Hirn ist in diesen Fällen meist besonders klein. Oft zeigen die betroffenen Kinder auch körperliche und geistige Entwicklungsstörungen.

Kann man sich innerhalb Deutschlands mit dem Virus anstecken?

Eine Ansteckungsgefahr in Deutschland ist derzeit verschwindend gering. Das Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin in Hamburg hat bisher einige Fälle bei Reiserückkehrern aus Zika-Gebieten registriert. Die Betroffenen hatten sich also im Ausland durch einen Mückenstich infiziert. Allerdings ist es in Deutschland zu einigen Fällen gekommen, in denen das Virus durch Geschlechtsverkehr von Reiserückkehrern auf ihre Partner übertragen wurde. Vor allem übertrugen Männer das Virus dabei auf Frauen, in einem bestätigten Fall übertrug ein Mann das Virus beim Analverkehr auf einen anderen Mann. Ein möglicher Überträger könnte allerdings noch die asiatische Tigermücke sein. Bislang ist nicht ausreichend erforscht, ob diese Gattung das Virus auch übertragen kann. Die Mückenart kommt punktuell in Süddeutschland vor. Sie könnte das Virus dann aber nur übertragen, wenn Sie einen bereits infizierten Reiserückkehrer sticht.

Wie kann ich mich vor dem Virus schützen?

Sollten Sie in ein Land oder eine Region reisen wollen, in der das Zika-Virus derzeit herrscht, können Sie sich schützen, indem Sie spezielles Mückenschutzmittel regelmäßig auf die Haut auftragen und lange Kleidung anziehen. Auch Insektenschutznetze an Fenstern und über dem Bett können Mückenstichen vorbeugen. Reiserückkehrern wird außerdem empfohlen, die Sexualpartner durch ein Kondom mindestens einen Monat lang vor einer möglichen Übertragung zu schützen.
Schwangeren rät das Auswärtige Amt, eine vermeidbare Reise in die betroffenen Gebiete zu unterlassen. Auch Frauen, die planen, schwanger zu werden, sollten nicht in Zika-Virus-Gebiete reisen. Sollten sie dennoch in ein solches Gebiet reisen müssen, empfiehlt sich vor der Abreise eine Beratung bei einem Tropen- oder Reisemediziner.

Eine Karte der Weltgesundheitsorganisation mit den derzeitig betroffenen Gebieten finden Sie hier >>

Antworten des Robert Koch-Instituts zum Zika-Virus finden Sie hier >>

Ein Merkblatt des Auswärtigen Amtes für Reisende in ein Zika-Virus-Gebiet finden Sie hier >>

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Gesellschaft | Gesund | Gesundheit | Krankheiten | Körper
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