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Diagnose, Ursachen, Prävention Wissenswerte über Blähungen

Wissenswertes über Blähungen

Was sind Blähungen genau?

Blähungen zeigen an, dass Bakterien im Darm ordentlich zu futtern haben – und beim Abbau unverdauter Kohlenhydrate wie etwa Milch- und Fruchtzucker jede Menge Gase produzieren. Essen wir zu viel Proteine, entstehen Schwefelwasserstoffe, die zu den gefürchteten Stinkern führen. Stress, Bewegungsmangel und zu hastiges Essen stören die Verdauung zusätzlich. Das sorgt entweder für einen Blähbauch, in dem sich ein Himmelskörper breitgemacht zu haben scheint – Mediziner nennen das Meteorismus. Oder aber das Zuviel an Gasen bahnt sich öfter als zwei Dutzend Mal am Tag lautstark seinen Weg nach draußen – was Flatulenz heißt.

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Woher kommen Blähungen?

Meistens sind Pupsalarm und Blähbauch eine unbedenkliche Folge unserer Ernährung. Ungesunde Lebensmittel, die viel Zucker oder Zuckeraustauschstoffe enthalten, wie etwa Softdrinks und Lightprodukte, können sie auslösen. Blähend wirken aber auch gesunde Lebensmittel, in denen viele Ballaststoffe stecken, beispielsweise Hülsenfrüchte, Kohl und Vollkornbrot – sowie Obst. Außerdem können ein Zuviel an Kohlensäure, Nahrungsergänzungsmittel oder aber bestimmte Arzneistoffe wie Diclofenac oder einige Antibiotika hinter den Problemen stecken.

Wann zum Arzt?

Dauern Blähungen über Wochen an oder kommen andere Beschwerden dazu, sollten Betroffene einen Mediziner nach der Ursache fahnden lassen. Denn oft zeigen Blähungen eine Intoleranz an, etwa gegen Laktose oder Gluten, oder aber eine Nahrungsmittelallergie, häufig zum Beispiel gegen Äpfel. Zudem können sie auf ein Ungleichgewicht der Darmflora hindeuten – und, in heftiger Ausprägung, Symptom schwerwiegenderer Krankheiten sein wie etwa Reizdarm, Morbus Crohn oder einer akuten Bauchspeicheldrüsenentzündung.

Was ldert Blähungen?

Am einfachsten ist es, wenn ballaststoffreiche Lebensmittel die Bläh-Auslöser sind: Gewöhnen Sie die Verdauung langsam daran – essen Sie also zur Linsensuppe nicht noch ein Vollkornbrot. Auch ist gedünstetes Gemüse oft besser verdaulich als Rohkost, besonders am Abend. Als SOS-Helfer eignen sich Kräuter und Gewürze, die schon Oma gegen das „Jedes Böhnchen ein Tönchen“-Problem parat hatte, wie zum Beispiel Kümmel, der übermäßiger Gasbildung entgegenwirkt. Einige Tropfen Kümmelöl zur Mahlzeit helfen dem Darm. Noch wirkungsvoller in Sachen Entlüften ist Kümmel in einer hoch dosierten Kombination mit Pfefferminze.

Apropos Hausmittel: Ein Schnaps bremst die Verdauung einer Untersuchung zufolge eher, statt sie auf Trab zu bringen. Was wirkt: ein gemütlicher, dafür langer Spaziergang. Er regt die so ge nannten Schrittmacherzellen im Magen-Darm-Trakt an. Diese geben Impulse, alles – also auch die Luftflugs abzutransportieren.

Wie lässt sich vorbeugen?

Trick eins für dauerhafte Flaute im Bauch: blähende Lebensmittel meiden, etwa Fertigprodukte und Limos, bei Unverträglichkeiten Weizen und Milchprodukte. Außerdem: langsam essen und gut kauen – das verbessert die Vorverdauung. Zudem eher den Tischnachbarn reden lassen: Beim Schwatz schlucken wir eine Extraportion Luft, was Blähungen auslösen kann – wie aus dem gleichen Grund auch Rauchen und Kaugummikauen. Dazu: mehr sporteln! Jeder Schritt regt die Darmtätigkeit an – und mindert Stress, der die Verdauung oft aus dem Takt bringt.

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